Dienstag, 3. November 2015

Vicenza - Architekturhochburg des Andrea Palladio - oder: hab ich vielleicht doch italienische Wurzeln?



Ich habe mal wieder festgestellt: Architektonisch gesehen leb` ich definitiv im falschen Land. Und anders, als dass ich in einem früheren Leben italienischer Baumeister gewesen sein muss, kann ich mir meine Begeisterung für diese Architektur auch nicht erklären...

Mein Mann hatte beruflich für 3 Tage in Italien zu tun. Aus reiner Selbstlosigkeit natürlich habe ich mich dazu überwunden und bin mitgefahren *tststswassiewiederdenken*.  Für mich fängt das Italienfeeling direkt nach dem Brenner an, wenn die ersten Zypressen sichtbar werden. Da fall ich sofort in eine tiefenentspannte Ehrgeizlosigkeit und lass es einfach nur wirken.Wir mussten nach VICENZA in die Region Venetien.

Leider hatten wir in 3 Tagen nur einen halben Tag Zeit, um uns den Ort näher anzusehen, aber es hat sich absolut gelohnt. Ich hatte keine Vorstellung  und dachte Vicenza ist eine Industriestadt. Aber, die vornehme norditalienische Stadt besticht durch zahlreiche Villen und Paläste des berühmten Renaissance-Architekten Andrea Palladio, der hier zu Hause war und ist wunderschön. Ich hätte mir so gern auch die BASILICA PALLADIANA einmal von innen angesehen aber ...wir haben doch keine Zeit! Sie ist das Hauptwerk von Andrea Palladio und eines der eindrucksvollsten und schönsten Gebäude in ganz Venetien. 

Die Innenstadt mit ihren kleinen Cafes und Restaurants ist wunderschön, hier einige Impressionen...













Gewohnt haben wir praktischerweise in der Nähe des Arbeitsplatzes, etwas außerhalb von Vicenza in Vancimuglio an der Nationalstraße, im HOTEL GIADA . Es ist ein ***Sterne Hotel, was ich gar nicht nachvollziehen kann. Denn, unser Zimmer (wir hatten eine kleine Suite) war wirklich hervorragend, das Bad ein Traum und das sehr große Restaurant im Hotel bietet eine ausgezeichnete Küche. Nicht umsonst wird es auch von vielen Einheimischen besucht und ist selbst unter der Woche immer voll. Das Hotel ist besonders für Durch- und Geschäftsreisende aufgrund der zentralen Lage sehr zu empfehlen.




Gegenüber des Hotels befand sich zufällig auch ein Bauwerk des Architekten Palladio (was ich erst später herausgefunden habe) die VILLA CHIERICATI DA PORTO RIGO  . Beim Blick aus dem Hotelzimmer habe ich  dieses tolle "Haus" samt toller Auffahrt gesehen und nur gedacht das muss ich mir bei Gelegenheit näher ansehen. Bin dann vor der Heimfahrt noch schnell rübergehuscht und habe ein Foto geschossen. Sollten wir wiederkommen, werde ich bei der angrenzenden Nachbarschaft nachfragen wann die Öffnungszeiten sind um es zu besichtigen. Außer der Hund, der mich schon bei meinem ersten Besuch kläffend begrüßte, ist wieder nicht gut drauf.



Die Villa Porto Rigo ist  das erste Bauwerk von Palladio, bei dem der Hauptkorpus wie bei einem antiken Tempel mit einer echten Vorhalle versehen wurde. Diese Lösung wurde zu seinem unverwechselbaren Markenzeichen. Also ich muss sagen: Alles genau mein Stil  - wer weiß,  ich sag dazu nur ein Wort: Reinkanation. - Bei meinem Faible für Italien und dessen Architektur kann man nie wissen...

Auf der Heimfahrt machten wir noch einen kurzen Abstecher nach Trento, was allerdings wesentlich touristischer ist. Aber es musste doch noch ein Stück Schinken aus San Daniele gekauft werden.  In Trento landeten wir natürlich noch in einem Männerladen. Nein, kein Wäschegeschäft! Es war zwar auch ein Laden für scharfe Teile, aber es ging dann eher in Richtung Messer. Und das vom Feinsten. Und da sah Man(n) sie. 
Rot.  Scharf. Glänzend.  Den Ferrari unter den Schneidemaschinen. ...zum Glück war im Auto kein Platz mehr.





Auf alle Fälle lohnt ein Abstecher nach Vicenza unbedingt. 

Ich  zumindest war
                      
                          hin & weg

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